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Amun
Der ägyptische Urgott
| Kategorie: | Götter |
| Mythologie: | ägyptisch |
| Existenz: | göttlich |
| Lebenserwartung: | unsterblich |
| Abstammung: | Götter |
| Merkmal: | gut |
| Elementbereich: | Luft |
| Behausung: | Tempel |
Steckbrief
Aussehen
Meist zeigt sich Amun blauhäutig in Menschgestalt. Sein Körper ist groß und schlank und er hat schwarze Haare. Er trägt eine hohe Krone, die die Haare wie einen Helm umgibt und mit zwei hochaufstehenden Pfauenfedern geschmückt ist. Amun ist mit einem einfachen weißen Gewand bekleidet, daß ihm bis zu den Knien reicht. Bei großen Auftritten schmückt ein aufwendig gearbeiteter Halsschmuck seinen Oberkörper. In der rechten Hand trägt er einen Stab und in der linken Hand einen Ankh.
Vorkommen:
Ägypten
Eigenschaften
Amun hat die Welt der Ägypter erschaffen und sorgt immer für frischen Wind. Er ist die Luft und der Urvater des ägyptischen Kosmos. Aus ihm und seinem Wind formte sich die Erde.
Besonderheiten:
Amun kann sich in die Gestalt eines Widders oder in eine Nilgans verwandeln. In dieser Gestalt beschützt er wichtige Tempel und sorgt dafür, daß das Land fruchtbar ist und alles wächst und gedeiht.
Beschreibung
Amun tauchte mehr oder weniger aus dem Nichts auf. Er ist die Luft und der Wind, aus denen alles erschaffen wird und aus dem Leben entsteht. Er hat den Kosmos eingerichtet und vielleicht auch für den Urknall gesorgt.
Nur wenige Menschen haben ihn bisher zu Gesicht bekommmen. Mit seiner Ehefrau Amaunet sorgt er für die Fruchhtbarkeit und Erhaltung des Landes und der Ernte. Die beiden gehören zu der „Achtheit von Hermopolis“ die aus vier Götterpaaren bestand und gemeinsam für die Entstehung der ägyptischen Welt gesorgt haben.
Die vier Götterpaare sind:
He und Hehet – sie sorgen für die Unendlichkeit und Endlosigkeit, damit immer wieder etwas entstehen kann.
Kek und Keket – diese beiden sind die Urfinsternis und haben dafür gesorgt, daß die Gestirne entstanden. Außerdem hat Kek das Licht organisiert und Keket natürlich im Gegenzug für die Dunkelheit. Somit bekamen auch Tag und Nacht ihren Platz im Kosmos.
Tenem und Tenemu – einfach gesagt, organisieren die beiden die kleinsten Organismen, aus denen in Verbindung mit Wasser Lebewesen entstehen können.
Amun und Amaunet – dieses Ehepaar ist zuständig für das Unsichtbare. Luft und Wind kann man nicht sehen, aber diese Elemente sorgen für Wachstum und den Atem des Überlebens.
Die Ansichten gehen bei diesen Göttern allerdings hin und wieder in unterschiedliche Richtungen, da man sich nicht ganz einig ist, ob nicht vielleicht noch ein paar andere Götter bei der Entstehung ihre Hände im Spiel hattten.
Nachdem die Welt erschaffen war, hatte Amun damit nicht mehr soviel zu tun und hat sich anderen Aufgaben zugewendet. Er bewacht unermüdlich die Totentempel und achtet darauf, daß dort alles ordnungsgemäß abläuft und jeder weitere Gott und seine Diener ihre Aufgaben zuverlässig und einwandfrei erledigen.
Regelmäßig besucht Amun das Grab seines Vorfahren. Es ist die Urschlange, Ouroboros. Diese ist der Anfang der Schöpfung und der Zeit. Meist sieht man sie – als Kreis gebildet, wie sie sich selber in den Schwanz beißt. So stellt sie symbolisch den Kosmos als Einheit von Wasser und Land dar.
Viele Jahre später wurde Amun in Amun-Re umbenannt. Der Sonnengott Re soll auch die Welt erschaffen haben. Wahrscheinlich waren die Ägypter ein bißchen verwirrt von den vielen Erschaffern ihrer Welt, so daß sie einfach ein paar ägyptische Götter zusammengepackt haben, damit man sich in diesen Hierarchien zurechtfinden konnte.
Die Griechen haben Amun mit ihrem Gott Zeus gleichgesetzt und die Römer sahen in ihm das gleiche wie ihren Gott Jupiter.
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