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Chinesischer Drache Long

Chinesischer Drache Long - Der wohltätiger Herrscher der chinesischen Kaiserdynastie

Der wohltätiger Herrscher der chinesischen Kaiserdynastie.

Kategorie: Fabeltiere
Mythologie: asiatisch
Existenz: magisch
Lebenserwartung: unsterblich
Abstammung: Götter
Merkmal: gut
Elementbereich: Luft
Behausung: Palast

Steckbrief

Aussehen

Dieser chinesische Drache hat den goldfarbenen Leib einer Schlange mit den Schuppen eines Karpfens. Auf vier Beinen kann er sich am Boden fortbewegen. Sie gleichen Adlerklauen - allerdings kann die Anzahl der Klauen auch variieren. Der Kopf von Long gleicht dem eines Wasserbüffels, doch statt dessen Hörner ziert seine Stirn ein Hirschgeweih. Am Kinn trägt er einen Bartansatz mit zwei langen Bartzöpfen an der Nase wie bei einem Wels. Über den ganzen Rücken zieht sich eine rote volle Mähne und sein Gebiß ähnelt eher dem eines Wolfs oder Löwen und nicht dem eines Reptils.

Vorkommen:

Asien, China, Japan

Eigenschaften

Long, der chinesische Drache ist der Begründer der kaiserlichen Dynastie Chinas und den Menschen wohlgesonnen. Er steuert das Wetter zu ihren Gunsten und nur wenn er über die Menschen enzürnt ist schickt er schlimme Unwetter, die Schiffe untergehen lassen, Dörfer überfluten oder Gebäude durch Blitze in Brand setzen.

Besonderheiten:

Der chinesische Drache Long kann unterschiedliche Formen annehmen und sich über den ganzen Himmel ausdehnen. Er kann seine Gestalt verändern und wie andere Lebewesen unter anderem auch wie Menschen aussehen. Am liebsten spielt er mit seiner magischen Perle aus sonnenähnlichem oder mondähnlichem Licht. Das Besondere an dieser Perle ist ihre Magie, die Menschen in einen Drachen verwandelt - falls je einer sie verschluckt

Beschreibung

Einst im alten China soll es einen Jungen gegeben haben der gemeinsam mit seiner Mutter in der Provinz Szechuan lebte. Es herrschte eine große Dürre und der Junge hatte den Auftrag täglich frisches Gras für die Pferde des Provinz-Fürsten zu finden. Eines Tages jedoch gab es kein frisches Gras und der Junge wurde traurig und befürchtete kein Geld mehr zu verdienen, denn sein Lohn ernährte ihn und seine Mutter in dieser mageren Zeit.

Ein kleiner weißer Haase tauchte plötzlich auf und der Junge folgte seinem Gehoppel. Plötzlich fand er an einen Platz wieder, der über und übervoll mit frischem, saftigem Gras bewachsten war. Täglich legte der Junge nun eine große Wegstrecke zurück, um das Gras zu pflücken und die Pferde des Fürsten damit zu versorgen.

Nach einigen Tagen kam ihm die Idee, doch einige Grasbüschel auszugraben und zu Hause anzupflanzen. Beim Graben stieß er auf eine hell leuchtende Perle, die er auch mit nach Hause nahm. Die Grasbüschel pflanzte er ein, doch für die leuchtende Perle suchte er ein passendes Versteck.

Auf die Schnelle fand er nur eine halbleere Reisschale. Am nächsten Tag wollte er nach einem passenderem Versteck suchen. Doch am folgenden Morgen sah er das Gras für die Pferde verdörrt und befürchtete nun keinen Lohn mehr zu erhalten, um seine Mutter und sich zu ernähren. Aber dann erblickete er die Reisschale mit der Perle und sah, daß diese überquoll mit frischem Reis. Ab sofort hatten die beiden mehr Reis als sie selber essen konnten und verteilten es auch an die hungernden Nachbarn.

Es dauerte nicht lang und der Fürst hörte von der Perle und wollte sie als sein Eigentum von dem Jungen verlangen. Aus Angst nahm der Junge die Perle und schluckte sie herunter. Doch die Perle verursachte eine große Hitze im Bauch des Jungen, so daß dieser sofort einen unaufhörlichen Durst bekam. Er hatte ein so großes Bedürfnis nach Wasser, daß er hinunter an den Fluß lief, um daraus zu trinken und mit dem ganzen Körper hinein zu tauchen. Der Fürst und seine Mannen folgten dem Jungen, um ihm die Perle zu entreißen.

Doch statt des Jungen erhob sich ein goldener Drache aus dem Wasser und erzeugte dabei eine riesige Welle, die den Fürsten und seine Leute einfach wegspülte und gleichzeitig das ausgetrocknete Land so gründlich wässerte, daß kurze Zeit darauf genug Reis für alle wieder wuchs. Der Drache stieg weit in den Himmel auf und sorgt bis heute für ausreichendes Wasser auf den Feldern.

Manchmal, wenn man genau hinsieht, kann man den Drachen Long gutgelaunt und voller Energie in den Wolken mit seiner leuchtenden Kugel spielen sehen.



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