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Karkadann


Das wütende persische Einhorn, das alles wie eine Dampfwalze überrennt.

Kategorie: Fabeltiere
Mythologie: orientalisch
Existenz: mutiert
Lebenserwartung: sterblich
Merkmal: böse, giftig
Elementbereich: Erde
Behausung: Gebüsch

Steckbrief

Aussehen

Der Karkadann hat einen stierähnlichen Körper mit einem langen, spitzzulaufenden Einhorn auf der Stirn. Alte Überlieferungen beschreiben den Karkadann auf folgende Weise: Es ist kleiner als ein Kamel aber großer als ein Stier. Sein Kopf ähnelt dem des Kamels doch der Körper zeigt die Abstammung eines Stieres.

Vorkommen:

Persien, Indien, Nordafrika

Eigenschaften

Mit seinem stinkendem Atem und seinem fürchterlichen Gebrüll versetzt der Karkadann alles in Angst und Schrecken. Er liebt den Gesang der Tauben und bevorzugt trockene Gebiete oder Steppen

Besonderheiten:

Dem Horn eines Karkadann sagt man magische Kräfte nach und eine besonders starke heilende Wirkung bei vielen Krankheiten.

Beschreibung

Wie eine ungebremste Dampfwalze steuert das Karkadann jedes Lebewesen an, das sich ihm in den Weg stellt. Mit seinem Horn sticht es auf die Opfer ein und in den Überlieferungen heißt es, daß es sich wie ein giftiger Stachel in die Gegner bohrt und diese sowohl an der Verletzung als auch an einer Vergiftung sterben.

Einzig der Elefant gehört zu den natürlichen Feinden des Karkadann. Da er es mit seinem Rüssel einfach packen und weit fortschleudern kann, versucht das Karkadann ihn mit seinem Horn unten am Bauch zu attackieren. Fließt jedoch dann das Fett des Elefanten im Horn des Karkadann entlang in seine Augen, so erblindet es. Sowohl der verletzte Elefant als auch das Karkadann sind dann eine leichte Beute für den Riesenvogel Roch. Dieser lauert im Verborgenen auf einen Zweikampf der beiden Giganten, um sie dann im verletzten Zustand mit seinen Klauen zu ergreifen und an seine Jungen zu verfüttern.

Um an das kostbare Horn des Karkadann zu gelangen, legt sich der Mensch auf die Lauer und wartet bis sich eine Taube dem Karkadann nähert. Ihr Gesang wirkt besänftigend auf den Karkadann und aus Angst sie zu verjagen, rührt er sich nicht. Es heißt auch, daß das Karkadann auf ähnliche Weise wie das edle Einhorn gefangen werden kann. Nähert sich eine Jungfrau dem Karkadann, so läuft er ihr entgegen und legt seinen Kopf in ihren Schoß, um dort selig einzuschlafen. Diesen Zeitpunkt warten die Jäger ab, um ihn dann mit ihren Speeren zu töten.

Liegt ein Horn in der Nähe von vergiftetem Essen, so heißt es, vernichtet es die Kraft des Giftes und wurde aus ihm ein Messergriff geschnitzt, so wird dieser in der Nähe von ungenießbaren Lebensmitteln feucht und unruhig.



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