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Piasa


Der Riesenvogel der Indianer, der gerne Menschen verschlingt.

Kategorie: Fabeltiere
Mythologie: indianisch
Existenz: magisch
Lebenserwartung: langlebig
Abstammung: Dämonen
Merkmal: böse
Elementbereich: Luft
Behausung: Gebüsch

Steckbrief

Aussehen

Der Piasa hat eine furchterregende Menschenfratze mit blutrote Augen und einem Hirschgeweih auf der Stirn. Besonders gefährlich sind seinescharfen Reißzähne, die von einigen spärlichen Barthaaren umrahmt sind. Mit seinen lederartige Flügeln, die auch noch Stacheln haben, kann sich der Piasa sehr schnell fortbewegen. An seinen vier Beinen hat er säbelscharfe schwarzen Krallen. Der metallisch aussehende geschuppter Körper, ähnlich wie bei einem Skorpion, endet in einem länglichen Schwanz mit einer geteilten Fischflosse. Hauptsächlich ist die Körperfarbe des Piasas blutrot, tiefschwarz und gallengrün.

Vorkommen:

Nordamerika, Mississippi

Eigenschaften

Der Piasa lebt im Gebüsch des schlammigen Flußufers. Aus seinen Nasenlöchern tritt beim Atmen gräulicher Qualm aus und sein Gebrüll ist markerschütternd. Er ist ein gefürchtetes Untier ohne besondere magische Kräfte

Besonderheiten:

Der Piasa verschleppt gerne Menschen und Tiere und gerät beim Fressen in einen Blutrausch.

Beschreibung

In den Überlieferungen der Illiniwek Indianer wird zunächst von einem riesengroßen Vogel mit einer Flügelspannweite von ungefähr fünf Metern und einen Körper von neun Metern Länge und 4 Metern Höhe berichtet. Er soll friedlich an der Seite der Indianer gelebt haben und sich von Säugetieren der Umgebung ernährt haben. Doch eines Tages wurden die Illiniwek von einem kriegerischen feindlichen Stamm überfallen und es gab ein schreckliches Gemetzel. Der große Drachenvogel erschien nach der Schlacht und ernährte sich von den getöteten Überresten der Krieger. Unglücklicherweise kam er auf den Geschmack und wollte sich nicht mehr von Tieren ernähren. Seine Lieblingsspeise wurden die Menschen.

Bei jeder Schlacht konnten die Indianer im Mississippi-Delta davon ausgehen, dass Piasa, wie sie das riesige Ungeheuer nannten, auftauchte und die sterblichen Überreste der Krieger verspeiste. Doch gab es eine längere Periode des Friedens, blieben die Stämme vor den grausamen Überfällen von Piasa nicht verschont.



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