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Qilin

Qilin - Das chinesische Einhorn oder Mehrhorn mit dem Kopf eines Drachen

Das chinesische Einhorn oder Mehrhorn mit dem Kopf eines Drachen

Kategorie: Fabeltiere
Mythologie: asiatisch
Existenz: halbgöttlich
Lebenserwartung: unsterblich
Abstammung: Götter
Merkmal: gut
Elementbereich: Luft, Himmel
Behausung: Tempelanlage

Steckbrief

Aussehen

Anders als die westlichen Einhörner, hat das chinesische eher den Körper eines Ochsen und der gesamte Körper ist mit blauen Drachenschuppen bedeckt. Der Kopf des Qilin ähnelt sehr stark dem des chinesischen Drachen – hinzu kommt allerdings ein Hirschgeweih aus Elfenbein auf der Stirn. Qiline können auch mehrere Geweihe haben, sehr große Augen, Reißzähne und Barthaare wie die eines Karpfens.

Vorkommen:

Asien, China, Japan

Eigenschaften

Das Qilin ist Herr über 360 Tiere der behaarten Kategorie. Es ist sehr friedfertig und sanftmütig und zertrampelt kein Gras auf dem es läuft. Es achtet das Leben jedes auch noch so winzgen Wesens und hat eine Stimme wie ein zartes Glöckchen.

Besonderheiten:

Das Qilin wird im Erdmittelpunkt geboren und lebt danach über den Wolken. Sein Erscheinen gilt als Ankündigung für einen neuen weisen Herrscher oder der Geburt einer bedeutenden Persönlichkeit. Jungen Paaren verspricht seine Erscheinung reichen Kindersegen.

Beschreibung

In den chinesischen Aufzeichnungen heißt es, daß vor ca. 5000 Jahren das Qilin wie aus dem Nichts dem legendären Kaiser Fu-Hsi erschienen ist.

Fu-Hsi saß am Ufer des Gelben Flusses und dachte über die Sterblichkeit und sein eigenes nahendes Ende nach. Er überlegte wie er seine Gedanken und Erfahrungen für die folgenden Generationen aufbewahren konnte, als ihm plötzlich das Qilin erschien und Fu-Hsi konnte auf dessen Rücken magische Symbole erkennen. Sie sollen ihm als Ursprung der chinesischen Schriftzeichen gedient haben, denn zu der Zeit war die Schrift noch gar nicht erfunden.

Da die magischen Zeichen des Qilin zum Teil auch Symbole aus Verbindungen von gebrochenen und durchgehenden Linien waren, vermutet man nicht nur die Grundlage der chinesischen Schriftzeichen, sondern auch den Ursprung des I Ging aus dieser Begegnung. Das I Ging ist ein philosophisches und divinatorisches System, welches auch Buch der Wandlungen genannt wird. Fu-Hsi und drei weitere Männer, der Kaiser Wen, der Herzog von Chou und der Gelehrte Konfuzius sollen die Urväter dieses Systems sein.



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