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Samael
Engel für Ausdauer und Mut - der zur bösen Seite gewechselt ist
| Kategorie: | Engel |
| Mythologie: | religiös |
| Existenz: | feinstofflich |
| Lebenserwartung: | unsterblich |
| Abstammung: | Götter |
| Merkmal: | böse, gut |
| Elementbereich: | Erde, Feuer, Luft |
| Behausung: | ohne festen Wohnsitz, Tempelanlage |
Steckbrief
Aussehen
Samael hatte zwölf Flügel die über und über mit Edelsteinen und Kristallen bedeckt waren. Sein Gesicht war von einem milden und sanftmütigen Ausdruck und sein Körper war wohlgeformt. So sah Samael aus, bevor er zu einem gefallenen Engel wurde und sein Aussehen sich dramatisch änderte.
Als gefallener Engel und rechte Hand Satans wuchsen ihm Hörner und seine Haut wurde immer dunkler – fast schon schwarz. Sein als Engel verlorenes Augenlicht konnte Satan wieder beheben – allerdings schielt Samael nun. Bekleidet ist Samael als Dämon nur sehr spärlich. Doch dadurch tritt seine beeindruckende muskulöse Körperform in den Vordergrund.
Vorkommen:
weltweit
Eigenschaften
Als Engel gehört Samael den Seraphim an und untersteht direkt Seraphiel. Samael ist zuständig für die Ausdauer und den Mut. Er hält Seminare darüber ab, wie man diese Tugenden trainieren kann, damit man sie im Bedarfsfall auch gleich zur Verfügung hat. Zu den täglichen Aufgaben von Samael gehört das Beschützen des Planeten Mars und er hat für Ordnung im fünften Himmel zu sorgen. Leben tut er allerdings im siebten Himmel, dem Lebensbereich der Seraphim.
Besonderheiten:
Samael gehört zu den acht Richtern vor Gottes Thron beim letzten Gericht. Einst war er ein rechtschaffener Engel der Seraphim, bis er zum Anführer der Rebellen wurde und als gefallener Engel sich dem Bösen zuwendete.
Beschreibung
Samael (auch Sammael oder Samil genannt) ist keine eindeutige Figur im großen Himmelszelt. Allerdings ist ihm auch einiges Abenteuerliches widerfahren.
Zunächst hatte er die Aufgabe Ausdauer und Mut zum Wohle anderer, den Engeln und den Menschen beizubringen. Mit diesem Auftrag war er oft mit Erzengel Michael im Bewusstsein der Menschen unterwegs.
Einer seiner größten Aufträge war die Begleitung von Moses, als dieser mit seinen Sympathisanten aus Ägypten auszog. Verfolgt vom ägyptischen Militär teilte Samael schnell das Rote Meer und sorgte dafür dass die Räder der ägyptischen Streitwagen blockiert waren.
Diese Aktion verband Samael natürlich besonders stark mit Moses und so war es nicht weiter verwunderlich, dass Seraphiel ihn eines Tages mit einer ganz besonderen Aufgabe betraute. Moses lag im Sterben und wehrte sich dagegen seine Seele für den Himmel frei zu geben. Samael sollte sie holen, doch Moses wehrte sich bitterlich. Er schlug mit seinem Stab auf Samael ein und verletzte ihn so stark an den Augen, dass dieser erblindete. Die Engel Gabriel, Michael und Zagzagel eilten Samael zu Hilfe und gemeinsam konnten sie die Seele von Moses in den Himmel befördern. Doch das Augenlicht von Samael war nicht zu retten.
Auf der einen Seite enttäuscht von Moses Verhalten, musste Samael nun aus den eigenen Reihen auch noch Verleumdungenn über sich ergehen lassen. Es galt die allgemeine Vorstellung, dass ein blinder Engel ein unwissender Engel sei und Unwissenheit sei der Sitz des Bösen. Samaels Ansehen bei den anderen Engeln sank stetig und er rebellierte immer mehr gegen die Aufgaben der obersten Herren auf, bis er freudig von der anderen Seite als Führer der Rebellen anerkannt wurde. Er schlüpfte in die neue Rolle eines Todesengels und versuchte sich damit über seine Schmach zu rächen.
In Lilith, der wilden Wüstendämonin fand er eine willige Partnerin und Gattin. Lilith war es möglich, sich bei Bedarf in eine große Schlange zu verwandeln und Samael wurde beobachtet, wie er sich auf der Schlange sitzend fortbewegte. Einmal verdammt, immer verdammt wurde Samael nun auch gleich die Verführung von Adam als Schlange vorgeworfen. In all seiner Wut und seinem Hass verwandelte sich Samael immer mehr. Seine Haut wurde immer dunkler – vielleicht auch durch den langen Aufenthalt in der Wüste mit Lilith. Ihm wuchsen Hörner und sein Körper wurde immer muskulöser.
Der Satan, sein neuer Chef, konnte vollbringen, was im Himmel nicht möglich war. Er gab Samael sein Augenlicht wieder. Allerdings muss Satan bei der Arbeit unkonzentriert gewesen sein, denn Samaels Blick war nicht mehr sanftmütig und beruhigend, da seine Augäpfel nun in schielender Weise zueinander standen und ihn diabolisch blicken ließen.
Samael genießt große Anerkennung in der schwarzmagischen Welt und wird gerne von Zauberern und bösen Schamanen durch magische Beschwörungen aufgerufen. Meist soll er dann bestimmten Opfern den Tod bringen.
Dem Treiben konnte der Himmel nicht tatenlos zusehen und Erzengel Michael verfolgt seit vielen Jahren den Auftrag, Samael zu fassen und ihn in Ketten zu legen. Inwieweit dies schon geschehen ist und ob Samael wieder zum Guten bekehrt wurde ist nicht bekannt. Wahrscheinlich wird die ganze Sache von oben verschleiert, da Samael wirkliches Unrecht angetan wurde.
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