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Tarasque
Das Flußungeheuer aus dem Rhône-Tal
| Kategorie: | Fabeltiere |
| Mythologie: | religiös |
| Existenz: | mutiert |
| Lebenserwartung: | sterblich |
| Abstammung: | Teufel |
| Merkmal: | böse |
| Elementbereich: | Wasser |
| Behausung: | Schilf |
Steckbrief
Aussehen
Die Tarasque ist größer als als die Masse von 12 Elelefanten übereinandergestapelt. Sie hat 6 Beine, die wie Bärenpranken aussehen und ihr Kopf gleicht dem eines Löwen, allerdings gleichen ihre Zähne kleinen scharfen Schwertern. Der ganze Körper ist wie bei einer Echse lederartig geschuppt. Über ihren Rücken läuft ein Rückenpanzer aus starker fester Haut mit unzerbrechlichen und großen Stacheln. Der Schwanz sieht aus wie der Teil einer Schlange und endet in einer stahlharten Speerspitze.
Vorkommen:
Europa, hauptsächlich Südfrankreich
Eigenschaften
Die Tarasque hat einen unersättlichen Hunger und frist alles was sich bewegt, vorzugsweise aber Menschen
Besonderheiten:
Die Tarasque liebt Gesang und Musik und gehört zu den Amphiebien: halb Fisch, halb Säugetier. Ihre stahlharte Schwanzspitze, als Speer verarbeitet, verleiht einem Krieger Unbesiegbarkeit und die Stacheln ihres Rückenpanzers eignen sich besonders gut als Verteidigungswaffe.
Beschreibung
Die Tarasque stammt von berühmten Eltern ab: Der Aspidochelone - manchmal auch Laviatan genannt und der großen Seeschlange.
Es heißt, daß die Tarasque aus weiten fernen Gewässern stammt und plötzlich nach einem Schiffsunglück im Rhône-Tal auftauchte. Sie suchte sich einen Unterschlupf in der sumpfigen Gegend um Nerluc und versetzte die Menschen im Umkreis jahrhundertelang in Angst und Schrecken.
Die Tarasque fraß alles und jeden, der sich ihr näherte. Das Vieh der Bauern, die Bauern selber, Wanderer, die Besatzungen der Flußschiffe und besonders Jungfrauen fielen diesem weiblichen Drachen zum Opfer. Auch Reisenden lauerte die Tarasque in den Wäldern auf und verschlang sie mit Haut und Haaren.
Als die Bewohner nicht mehr ein und aus wußten, gingen sie zum König und erbaten seine Hilfe. Da dieser jedoch der Meinung war, das Ungeheuer labe sich eh nur an den 'dummen Bauern', um die es nicht schade sei, unternahm er nichts.
Dann eines Tages kam die heilige Martha, um die französischen Heiden zum katholischen Glauben zu bekehren, in die Stadt Nerluc. Die Bewohner flehten sie um Hilfe an und Martha suchte das Flußufer auf. Sie setzte sich nieder und sang mit ihrer wunderschönen Stimme ein klangvolles Lied. Tarasque, die von Musik und Gesang begeisterte Drachin, stieg aus dem Fluß und legte sich zu Marthas Füßen. Martha sang, bis die Drachin eingeschlafen war. Dann legte sie Tarasque ihren Gürtel um und führte sie in das Dorf.
Die Bewohner waren außer sich vor Freude und töteten die Drachin. Zum dank an die Heilige Martha bauten die Bewohner von Nerluc eine kleine Kirche und gaben ihr den Namen Marthas. Ihr Dorf benannten sie zur Erinnerung an den glorreichen Sieg um in Tarascon.
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