Alp

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Alp Steckbrief

Der Nachtdämon sorgt für bedrückende Alpträume

Der Alp ist ein dämonisches Wesen aus der nordischen Mythologie. Ein von Sorge geplagter Mensch verwandelt sich in der Nacht in einen Druckgeist. Seinen Opfern sitzt er dann auf dem Brustkorb und beschert ihnen furchtbare Alpträume während er sie dabei in Atemnot versetzt. Tagsüber ist er ein ganz normaler Mensch und weiß nicht, dass er nachts zu einem Dämon wird.


Kategorie: Gruselwesen
Mythologie: Religion
Existenz: mutiert
Lebenserwartung: sterblich
Abstammung: Dämonen
Merkmal: böse
Element: Erde
Elementbereich: Erdoberfläche
Behausung: Haus
Vorkommen: Europa, Weltweit

Eigenschaften des Alp

Aussehen des Alp

Ein Alp ist kaum zu beschreiben, denn er hat kein fest vorgeschriebenes Aussehen. Er kann wie ein ganz normaler Mensch aussehen und ist in keinster Weise zunächst als Geist erkennbar. Gerne verwandelt sich dieser Dämon auch in ein Haustier wie eine Katze oder einen Hund. Besonders heimtückisch ist allerdings seine Erscheinungsform als Gegenstand. Der Alp kann sich wie ein im Zimmer achtlos liegengelassener Schreibstift, eine Feder, eine Schachtel oder ähnliches platzieren. Ja sogar die Form von Blättern oder herumfliegenden Blütenteilen kann ein Alp annehmen. In selteneren Fällen taucht er als junges wunderschönes Mädchen oder als Fantasie Mischwesen auf.

Lebensart des Alp

Die Hauptaufgabe eines Alp ist das Verursachen von Alpträumen. Er setzt sich bei seinem schlafenden Opfer auf die Brust und drückt mit seinem Gewicht so sehr darauf, dass diesem fast das Ersticken droht. In dieser Phase der Atemnot überrollen den Schlafenden furchtbare Alpträume und manch einer ist davon überhaupt nicht mehr aufgewacht. Nur ein erlösender Aufschrei des Schlafenden kann dem Spuk ein Ende setzen.

Besonderheiten des Alp

Ein Alp existiert nur Nachts. Tagsüber fristet er ein ganz normales Dasein als Mensch. Allerdings bedrücken ihn große Sorgen im Leben und er musss diesen Druck unbedingt wieder loswerden, sonst kann er dem Teufel als Opfer in die Hände fallen und zu einem Incubus oder einer Succubus werden. Es heißt, dass ein Alp selbst ein Schlafender ist, der nachts seinen Körper verlässt um seinen Druck auf andere Schlafende zu übertragen. Weit fortgeschrittene Alp entwickeln Bedürfnisse wie ein Vampir. Sie saugen ihren Opfern zusätzlich das Blut aus dem Körper, in dem sie wie ein Baby an der Brust nuckeln. Sie werden manchmal auch mit Werwölfen verwechselt, da sie sich am nächsten Morgen nicht mehr an ihr Tun erinnern können. In einigen Fällen handelt es sich bei einem Alp um einen Wiedergänger. Er findet im Tod keine Ruhe und quält aus Rachsucht seine Opfer, um seine Wut abzubauen.


Beschreibung Alp

Ein Alp ist sehr schwer auszumachen, da er eigentlich selber gar nicht weiß, dass er ein Nachtdämon ist. Doch die erste Person, die das Opfer nach einer alptraumhaften Nacht um Salz bittet, soll der Übeltäter sein. Anfällig für Attacken sind besonders Menschen, die unter enormen Stress stehen oder starke seelische Konflikte auszutragen haben.

Wie kann man einen Alp erlösen?

Als Abwehrmaßnahme wurden einige mehr oder weniger erfolgserprobte Methoden entwickelt. Zu den erfolgversprechendsten gehört die Aufrufung des menschlichen Namens. Hat das betroffene Opfer den Alp erkannt, sollte er ihn laut bei seinem richtigen Namen nennen. Der Alp erschrickt dann fürchterlich und sein menschlicher Geist kehrt in den Körper zurück. Er ist dann für alle Zeiten von diesem Fluch erlöst.

Wie kann man einen Alp zurückhalten?

Viel häufiger tritt jedoch der Fall ein, dass man die wirkliche Identität des Alp nicht herausfindet und muss zu anderen Mitteln greifen. Ein magisches Pentagramm, auch Drudenfuß genannt, an Bett, Fenstern oder Türen angebracht, hält den Alp zurück, da er daran nicht vorbeigehen kann.

Auch soll ein vor dem Einschlafen auf die Brust gelegter Spiegel wahre Wunder vollbringen. Der Alp erträgt sein eigenes Spiegelbild nicht und würde seinen menschlichen Wirt erkennen. Den Spiegel könnte man aber auch umgehen, wenn man sich zum Schlafen gleich auf den Bauch legt, denn ein Alp setzt sich nur auf die Brust eines Schlafenden.

Wie kann man einen Alp am nächsten Tag erkennen?

Ein Drudenmesser auf dem Nachtisch abgelegt sorgt mit allergrößter Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Alp sich verletzt. Diese Methode ist aber nur wirkungsvoll, wenn in dem Drudenmesser neun Halbmonde und neun Kreuze eingraviert sind. Sollte der Alp es schaffen, nach einer solchen Verletzung unerkannt zu flüchten, dann wäre ein aufmerksamer Blick auf die nächste Nachbarschaft anzuraten. Die Verletzung bleibt erhalten und zeigt sich an gleicher Stelle in gleicher Form auf dem entsprechenden Menschen.

Praktische und religiöse Hilfsmittel

Wer die ganz pragmatischen Methoden vorzieht, sollte zunächst zum Schlafen das Licht brennen lassen. Ein Alp ist lichtscheu und würde gar nicht erst auftauchen. Will man den Alp erlösen, dann wäre das Verstopfen des Schlüssellochs oder einer anderen Durchschlüpfmöglichkeit im Raum anzuraten. Allerdings erst, wenn der Alp schon erschienen ist. Sein Fluchtweg wäre dann abgeschnitten und beim ersten Morgengrauen würde er sich wieder in seine ursprüngliche Gestalt zurückverwandeln.

Bei den religiösen Varianten der Abwehr stehen intensive Gebete, Weihwasser versprengt im ganzen Raum, heilige Reliquien und aufgestellte Kreuze zur Auswahl.

Auch wenn sich das Auftreten eines Alp relativ harmlos anhört, so sollte man nicht unterschätzen, dass der Besuch eines Alp-Dämon tödlich enden kann. Ein Herzinfarkt durch Erschrecken oder Atemnot bis zur Erstickung sind keine seltenen Fälle.

Für den Alp gibt es viele regional unterschiedliche Bezeichnungen:

  • Süddeutschland, Österreich = Drud, Trud
  • Schweiz = Toggeli, Doggi
  • Niederdeutsch = Mahr
  • schwäbisch / alemannisch= Schrat, Schrätele
  • Ostfriesland und oldenburgischer Raum = Walrider, Walriderske

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