Kappa

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Kappa Steckbrief

Ein japanischer Wasserdämon mit einer Vorliebe für Blut und Gurken

Der Kappa ist ein Wasserdämon aus der japanischen Mythologie. Dieser Dämon sieht wie eine Mischung aus Schildkröte und Mensch aus. Er frißt die Organe seiner Opfer und dann saugt er ihnen das Blut aus dem Körper. Leidenschaftlich gerne nascht ein Kappa grüne Gurken.


Kategorie: Gruselwesen
Mythologie: Japan
Existenz: halbgöttlich
Lebenserwartung: unverwundbar
Abstammung: Götter
Merkmal: böse
Element: Wasser
Elementbereich: Fluß, See
Behausung: ohne festen Wohnsitz
Vorkommen: Japan

Eigenschaften des Kappa

Aussehen des Kappa

Der Kappa ist ein Wasserdämon in hauptsächlich menschlicher Gestalt. Er bewegt sich an Land aufrecht. Allerdings weist er auch Ähnlichkeiten mit Affen, Fröschen und Schildkröten auf.

Bei manchen Kappas ist der ganze Körper mit einem dünnen Fell überzogen, bei anderen komplett mit Schuppen. Die Hautfarbe ihres Gesichtes ist meist blau-schwarz. Der restliche Körper allerdings ist von gelb-bläulicher bis grüner Farbe. Auf dem Rücken trägt der Kappa einen Schildkröten-ähnlichen Panzer. Auch das Gesicht weist Ähnlichkeiten mit einem Schildkröten-Schädel auf. Hierbei sei besonders der Schnabel-ähnliche Mund erwähnt. Die Augen sind mandelförmig und von dunkler bis schwarzer Farbe.

Arme und Beine enden in Fingern und Füßen, die lange Krallen haben, aber auch mit dünnen Schwimmhäuten verbunden sind. Der Scheitel des Kappa ist als kreisrunde Vertiefung in den Schädel eingedrückt und ist von einem spärlichen Haarkranz umrahmt. In der Mulde befindet sich eine schöpflöffelgroße Menge seines Heimatgewässers. Erwähnenswert ist noch, dass der Kappa wie verfaulter Fisch stinkt.

Lebensart des Kappa

Ein Kappa könnte auch zur großen Familie der Vampire gezählt werden, denn er saugt seinen Opfern gerne das Blut aus dem Körper. Wenn er großen Hunger hat und schnell einen Snack braucht, dann schwimmt der Kappa die Ufer ab und sucht nach grasenden Pferden und Kühen.

Blitzschnell zieht er seine Beute ins Wasser. Er entnimmt zunächst deren Leber, dann saugt er das Blut heraus und dann, wenn sein Appetit noch nicht gestillt ist, knabbert er noch den Rest auf. Der Kappa ist ein boshaftes Wesen – aber auch sehr auf Höflichkeit bedacht.

Besonderheiten des Kappa

Ein Kappa hat magische Fähigkeiten. Er ist zwar generell ein bisschen einfältig, aber hat ein enormes Wissen über die menschliche Anatomie und die Wirkung von Heilkräutern. Die mit Wasser gefüllte Mulde ist für den Kappa lebensnotwendig. Hier ruhen seine magischen Kräfte. Verschüttet ein Kappa versehentlich oder aus Dummheit dieses Wasser – sofern er gerade an Land ist – dann erstarrt er für einige Minuten und verliert kurzfristig all seine Kräfte.

Kappas verspeisen leidenschaftlich gerne Gurken und Auberginen und lieben das Sumo-Ringen.


Beschreibung Kappa

Ein Kappa gehört zur Gattung der Dämonen und wird bei den Japanern – aus Furcht vor ihm – auch schon mal als niedere Gottheit verehrt. Normalerweise hält sich ein Kappa im süßen Wasser auf. Flüsse, Seen und Sümpfe sind seine bevorzugten Lebensräume. Der Ursprung des Kappa ist nicht bekannt – plötzlich war er da und treibt seitdem sein Unwesen. Hauptsächlich allerdings in Japan.

Ein Kappa hat immer Hunger

Vom Wasser aus, zieht er alles Lebendige vom Ufer, was er nur in die Finger bekommen kann. Ein Kappa ist permanent hungrig. Aufgrund seiner hohen Kenntnisse der menschlichen Anatomie saugt er seinen Opfern nicht durch einen Biss das Blut aus den Adern. Er greift mit seinen Armen in den Anus seines Opfers und entfernt dort zunächst ein Organ namens Shirikodama. In der heutigen Medizin ist dieses Organ nicht bekannt. Doch der Kappa kommt ohne diesen Vorgang nicht an die Leber. Nachdem er weitere Organe auf diesem Weg herausgezogen hat, spitzt er den Schnabel und saugt aus der gleichen Stelle das Blut des Opfers heraus.

Einen Kappa mit Höflichkeit kampfunfähig machen

Besonders gerne krabbelt der Kappa in der späten Nachmittagssonne an Land. Trifft er auf Menschen, dann geht er am liebsten, vor dem Verspeisen seiner Opfer, seinem Hobby – dem Sumo-Ringen nach. Er fordert den Menschen zum Zweikampf heraus. Mit dem Wasser in seiner Kopfmulde ist der Kappa unbesiegbar. Doch wenn der Mensch sich mit den japanischen Riten der Höflichkeit auskennt, dann verbeugt er sich zunächst vor dem Kappa. Ebenso höflich wird der Kappa die Verbeugung erwidern – und dabei natürlich sein magisches Elixier verschütten. Er wird kraftlos, verliert seine magischen Kräfte und erstarrt für einige Minuten.

Diese Zeit sollte der Mensch nutzen, um schnell das Weite zu suchen. Sollte der Kappa nicht nach einem Ringkampf fragen, so sei auf jeden Fall empfohlen, ihn in irgendeiner Weise zum Neigen seines Kopfes zu bewegen. Kopfwackeln, auf dem Boden etwas suchen und ähnliches. Der Kappa ist einfältig genug, auf Spiele und Herausforderungen einzugehen.

Grüne Gurken - oder die Verführung eines Kappa

Eine andere Möglichkeit zum Schutz vor einem Kappa sind Gurken! Der Kappa liebt sie abgöttisch und seine Streifzüge übers Land führen auch immer zu einem Gurkenfeld, wo er wie eine wilde Hyäne über die Ernte herfällt. Trifft man also auf einen Kappa, sollte man unbedingt eine vorbehandelte Gurke mit sich führen.

Vorbehandelt bedeutet, dass man seinen (eigenen) Namen in die Schale einritzt. Der Kappa erkennt diese freundliche Geste an und verschont diesen Menschen dann mit seinen Angriffen, da er ihn ja jetzt mit Namen kennt. Es ist sogar möglich, dass er aus Dankbarkeit für die Gurke, dem Menschen etwas über sein enormes Wissen der Heilkräuter oder Anatomie verrät.

Bei dem eben Erwähnten ist es natürlich völlig klar, niemals mit einer frisch verspeisten Gurke schwimmen zu gehen. Der Kappa würde einen sofort aufspüren und mitsamt der Gurke verspeisen.

Einen Kappa abwehren

Wer es nicht so mit der Höflichkeit hat, sollte in irgendeiner Form Ingwer, Sesam oder Spucke mit sich führen. Ebenso geeignet sind noch Eisen und Flaschenkürbisse. Diese Dinge verabscheut der Kappa zutiefst und wenn der den Geruch in die Nase bekommt, sucht er schnell das Weite.


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