Engel-Lichtwesen

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Engel – Botschafter des Lichts

Engel (griech: angelos = Boten) werden oft als Mittler beschrieben, die Gott zu den Menschen schickt, um mit Ihnen in Kontakt zu treten. Überliefert aus der Bibel gehören sie zum festen Glaubensbestand der christlichen Religionen. Im 5 Jahrhundert nach Christus entwickelte Dionysius Areopagitus eine „Engel-Hierarchie“. Sie wurden je nach ihrer Nähe zu Gott und ihren Aufgaben eingestuft:

An oberster Stelle rangieren die „Seraphim“ (hebr = brennen, entflammen) (Einzahl „Seraph“). Areopagitus beschrieb sie als Wesen aus reinem Licht, das sich zu Materie verdichten kann. Die Seraphim sind die Träger des göttlichen Throns und somit Gott selber am nächsten. Zu Beginn eines jeden Schöpfungszyklus nehmen sie die geistigen Urbilder für ein neues Weltensystem entgegen und reichen sie zur Ausgestaltung an die „Cherubim“ weiter. Die Seraphim regeln die Verständigung zwischen Fixsternen und Planetensystemen und verbinden alles zu einem Kosmos. Sie werden auch Geister der Liebe genannt und sollen ihr Wesen in der Erdatmosphäre mittels Donner und Blitz offenbaren.

Den Seraphim folgen die „Cherubim“ (Einzahl „Cherub“). Die alte israelitische Mythologie und Religion sieht sie, ähnlich wie die Ägypter die Sphinxen, als geflügelte himmlische Wesen, mit jeweils vier Gesichtern von Adler, Löwe, Ochse und Mensch. Sie sind die Wächter des Paradieses und der Bundeslade. Als Geister der Harmonie regeln sie die Bewegung der Planeten.

Insgesamt teilte Areopagitus die Hierarchie in neun Engelschöre auf, von denen jeder Chor ganz bestimmte Aufgaben hatte. Rudolf Steiner (25.02.1861-30.03.1925 Begründer der Anthroposophie), knüpfte an diese Hierarchie an und übersetzte sie aus dem Griechischen ins Deutsche.

So gab er den Engeln des 3. Ranges, den Namen: Geister des Willens, den 4. Rang bekamen die Geister der Weisheit, den 5. Rang die Geister der Bewegung, den 6. Rang die Geister der Form und der 7. Rang galt den Geistern der Persönlichkeit.

Die schlichteren Engel auf Rang 8, die Feuergeister – uns viel besser bekannt als Erzengel – werden fast einheitlich in weiße Gewänder gekleidet beschrieben. Die Erzengel sind das direkte Sprachrohr Gottes zu den Menschen. Durch sie läßt er seine Botschaften überbringen, in Träumen oder als Erscheinungen. Neben den visuellen Erscheinungen gibt es viele Berichte vom Empfangen der Botschaften über Empfindungen, Ahnungen und Aufnahme durch unsere fünf Sinne.

Die letzte Stufe gehört den Söhnen des Zwielichts oder des Lebens, den Schutzengeln und obwohl sie in der der Hierarchie ganz unten auf Rang 9 rangieren, werden sie von Menschen, die fest an sie glauben, ganz besonders geliebt und geachtet. Bevorzugt wird die Auffassung, daß Schutzengel ihren Schutzbefohlenen ganz besonders in der Kindheit eng zur Seite stehen. Im Zuge des „Erwachsenwerdens“ läßt die Enge nach, doch gibt ein Schutzengel seinen Schützling niemals auf und ist zur Stelle, wenn seine Hilfe benötigt wird.

Nach Rudolf Steiners hellseherischer Forschung, wie er es selber nannte, sollte der Mensch den 10. Rang der Hierarchie einehmen und Herr der Erde werden. Doch der Sündenfall im Paradies hat diese Entwicklung vereitelt.

Engelserscheinungen wurden und werden bis heute in vielfältiger Form beschrieben. Sofort als Engel erkennbar sind Darstellungen von lieblichen menschenähnlichen Wesen mit großen weißen Flügeln, doch ebenso wird von Erscheinungen als Tiere, Wesen, Pflanzen oder ganz normalen Menschen berichtet.

Mit Engeln setzt man das Gute und Göttliche in Zusamenhang, doch wo Licht ist, ist auch Schatten und auch das Dunkle hat einen Namen und seine Boten: Die Dämonen.

Siehe hierzu auch den Steckbrief der Dämonen - im Lexikon der Geschöpfe der Nacht.

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