Klabautermann

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Klabautermann Steckbrief

Die Kobolde der Seefahrt

Der Klabautermann ist ein kleines unsichtbares Fabelwesen der nordischen Mythologie. Er entsteht aus dem Geist eines Kindes, dass vor seiner Taufe verstorben ist. Als willkommener Schiffsgeist beschützt er die Besatzung und das Schiff selber. Er ist ein Naturgeist oder Ahnengeist, der entfernt mit den Kobolden und Hausgeistern verwandt ist.


Kategorie: Naturgeister
Mythologie: nordisch
Existenz: halbgöttlich
Lebenserwartung: langlebig
Abstammung: Menschen
Merkmal: gut, brummig
Element: Wasser
Elementbereich: Meer
Behausung: Schiff
Vorkommen: Weltweit

Eigenschaften des Klabautermann

Aussehen des Klabautermann

Ein Klabautermann wird ungefähr 30 cm groß. Sein Alter ist sehr schwer zu schätzen, da er fast immer greisenhaft mit kindlichen Zügen ausschaut. Typisch für ihn sind feuerrote Haare und sein weißer wuscheliger Bart. Eigenartigerweise habt der Klabautermann meist grünliche Zähne. Eine wirklich gelungene wissenschaftliche Erklärung ist den menschlichen Zahnärzten dazu aber noch nicht eingefallen.

Körperlich können Klabautermänner zierlich oder auch kräftig dicklich sein, aber sie tragen immer Seemannskleidung und lieben große Kapitänshüte. Ihre Hände sind fein und zierlich, wie die eines Menschenkindes und ihre Stimme meist hoch und dünn. Ein Klabautermann hat immer einen Kalfaterhammer bei sich, mit dem er Schiffswände auf ihre Dichtheit überprüft.

Lebensart des Klabautermann

Klabautermänner sind meistens unsichtbar und machen sich nur durch ein kräftiges Klopfen gegen das Schiffsholz bemerkbar. Im Allgemeinen sind Klabautermänner nicht wirklich unfreundlich, doch sie gönnen sich gerne den einen oder anderen Schabernack mit der Schiffsbesatzung. Grundsätzlich liegt ihnen das Wohl des Schiffes sehr am Herzen und sie schützen es vor allen Gefahren der See. In seinen Ruhephase raucht der Klabautermann gerne seine geliebte Pfeife und gönnt sich einen Schluck aus seinem kleinen Rumfass.

Besonderheiten des Klabautermann

Man sollte absolut Abstand davor nehmen, einen Klabautermann wütend zu machen. In einem solchen Fall kommen die gemeinen Züge von ihm zum Ausdruck. Der Klabauter wirft dann mit allen möglichen Gegenständen um sich, löst Taue und bringt immer wieder Unordnung auf das Schiff. Doch niemals wird er zu einer wirklichen Gefahr für Schiff und Seeleute.


Beschreibung Klabautermann

Ein Klabautermann entstammt als Naturgeist der nordischen Mythologie und dem Aberglaube der Seeleute. Sein berühmtester Vertreter ist der Pumuckel von Ellis Kaut. Wobei Pumuckel aber ein Nach-, Nach-, Nachfahre der aktiven Klabautermänner ist.

Ein Klabautermann kann sich, ebenso wie Kobolde unsichtbar machen und hat auch einige Zaubertricks auf Lager. Allerdings gehört er im weitesten Sinne zur Familie der Hausgeister. Er ist ein absoluter Einzelgänger und sieht seinen Lebensinhalt im Schutz und der Erhaltung von seinem Schiff und der Schiffsbesatzung.

Die normalen Matrosen bekommen so gut wie nie einen Klabautermann zu sehen. Es sei denn, sie sind an einem 22. Februar geboren. Doch sein Wirken an Bord kann unmöglich von ihnen nicht bemerkt werden. Um ihn bei Laune zu halten und ihn freundlich zu stimmen, stellt die Schiffsbesatzung ihm gerne ein Glas Milch in eine geschützte Ecke. Sie darf aber auch nicht vergessen, ein Gläschen Rum für ihn parat zu halten, wenn an Bord gefeiert wird.

Einzig der Kapitän hat eine große Chance den Klabautermann zu Gesicht zu bekommen. Wenn er ein würdiger Vertreter seiner Zunft ist und die Regeln und Gesetze der See einhält, gesellt sich der Klabautermann gerne zu den Mahlzeiten mit in seine Kabine. Der Klabautermann liebt es, mit dem Kapitän zu fachsimpeln, die Route zu planen und auf eventuelle Gefahren hinzuweisen.

Im normalen Schiffsbetrieb achtet ein Kobold darauf, dass die Mannschaft ordentlich arbeitet. So mancher Faulpelz weiß von unsichtbaren Tritten oder Hieben zu berichten, die wahrscheinlich von der Anwesenheit eines Klabautermannes herrühren. Kennzeichnend für seine Anwesenheit an Bord ist das Klopfen an den Schiffswänden. Es ist dem Klabautermann egal ob er dabei den Schlaf der Matrosen stört oder am Tag bei Windstille den Matrosen eine Gänsehaut beschert. Er klopft wann er es für richtig hält und gibt dem Kapitän Bescheid, wenn dringende Ausbesserungsarbeiten notwendig sind.

Der Ursprung eines Klabautermanns ist seit Generationen überliefert. Es heißt, dass er aus dem Geist eines totgeborenen oder ungetauft verstorbenen Kindes, das unter einem Baum vergraben wurde, entsteht. Die Seele des Kindes wird vom Baum aufgenommen und gelangt beim Bau eines Schiffes, mit dem Holz dieses Baumes, als Klabautermann unwiderruflich auf das Schiff. Der Klabautermann würde auch niemals freiwillig das Schiff wieder verlassen. Nur bei einem vernichtendem Schiffsunglück oder einem unwürdigen Kapitän, sucht der Klabautermann das Weite. Wohin er sich dann allerdings wendet ist niemandem bekannt.


Weitere Informationen zum Klabautermann


Kommentar von Cernunos der 2.!! |

Hallo Mutter der Phantasie!

Einfach ein toller Bericht über Klabautermänner.

Wenn Klabautermänner Schiffe verlassen und sich im Binnenland ansiedeln, werden sie Kabouter genannt.

Sie wohnen bei den Menschen und helfen bei der Arbeit.

Man kann sie mit Kleidergeschenke und Flüche verjagen!

Gruß: Cernunnos der 2!!!

Antwort von Fantasyforscherin

Danke wiedermal Cernunos der 2.!! für Deine Ergänzungen. Wenn Deine oben beschriebene Situation eintritt, dann muß es aber ganz schlimm um Schiff und Kapitän stehen. Ein Klabauter verläßt ja nur in den allerschlimmsten Fällen ein Schiff.

Kommentar von anton bacher |

Zum Teil wusste ich schon Bescheid obwohl ich kein Seemann bin ! :-

Antwort von Fantasyforscherin

Hallo Anton,

vielen Dank für Deinen Kommentar. Scheint so, daß mein Bericht jetzt mit Deinen bisherigen Erkenntnissen nicht im Widerspruch steht. Das freut mich. Mein Interesse für Klabautermänner wurde im frühen Kindesalter geweckt. Da habe ich das Buch: "Zacharias Wahlfischzahn von Sigrid Heuck" gelesen und war begeistert. Allerdings ist aus meinem Berufswunsch:  - Seeräuber zu werden - nicht wirklich etwas geworden wink

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