5. Himmel Engel

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Fünfter Himmel - Machon – die Arbeiterkolonie der Engel

Der Fünfte Himmel wird Machon, Makhon oder Mathey genannt. In der hebräischen Sprache heißt das soviel wie Institut oder Wohnung. Allerdings handelt es sich weniger um eine gemütliche Behausung. Vielmehr werden hier interne Angelegenheiten geregelt und auch Verstöße gegen die Himmelsordnung bestraft. Hauptsächlich aber dreht sich hier alles um die kosmische und irdische Ordnung.

Machon ist der Himmel der Arbeit und Arbeiter. Es heißt, dass hier 496.000 Myriaden (1 Myriade steht für Anzahl von 10.000 und kommt aus dem Griechischen) Engel arbeiten. In einem Bereich von Machon hat der Engelchor der Herrschaften seinen privaten Wohnbereich.

Regiert wird Machon von Zadkiel und manchmal auch von Sandalphon. Auf Machon gibt es einen Tag- und Nachtzyklus und ähnlich wie im Dritten Himmel zwei unterschiedliche Bereiche und Landschaften.

Landschaft des Fünften Himmels – Rundgang durch die verschiedenen Stationen

Der Treppenaufgang in den Fünften Himmel wandelt sich von den marmornen Stufen in einfaches Granitgestein. Ebenso ist das Einlassportal nach Machon von steinerner Bauart. Siegel und kryptische Schriften wirken wie Verzierungen auf diesem Tor, doch beinhalten sie Bannsprüche und Zauberkräfte um widerrechtliches Austreten aus diesem Himmel zu verhindern.

Hinter dem Tor beginnt ein landwirtschaftlich anmutendendes Arial. Unzählige Äcker mit den verschiedensten Getreidesorten werden von Wäldern und Baumplantagen umschlossen. Sandige Wege und holperige Landstraßen durchziehen diese Gegend und es scheint keine eindeutigen Richtungen nach links oder rechts zu geben.

Viele Tagesmärsche ist dieses Landschaftsgebiet groß und hinter den Wälder und Baumplantagen zeigen sich in östlicher Richtung sowohl felsige Gegenden mit sprudelnden Wasserquellen, als auch blühende und pflanzenreiche Gebiete mit interessanten und eindrucksvollen Villen. In diesen Villen leben die Mitglieder des Engelschors der Herrschaften. Die Villen sind meist von liebevoll gepflegten Gärten umgeben und haben immer zum Nachbargrundstück ausreichenden Abstand.

Der Westen des Himmels ist von einer rauen und spärlich bewachsenen Landschaft geprägt. Sandige Steinwüsten und schroffe karge Berge wirken ein wenig trostlos und heben sich deutlich vom grünen Osten ab. Zwischen den Bergen gibt es viele Schluchten, in denen zahlreiche abstrakte Maschinen aufgebaut sind. Diese Maschinen dienen dem Abbau von Bodenschätzen in unterhimmlischen Minen oder offenen Steinbrüchen. Unzählige Engel sind hier beschäftigt, die zum Teil als hart arbeitende Arbeiter ihren Teil zum Gelingen beitragen oder zum anderen Teil Gruppen bewachen und befehligen.

Der Norden des Fünften Himmels ist mit vielen kleinen schmucklosen Hütten bebaut, die weder einen gemütlichen noch einladenden Eindruck hinterlassen. Zwar gibt es hier mehrere bewachsene Bereiche und auch wunderschöne Blumenmeere, doch kaum ein Wesen lässt sich dort zur Erholung und Regeneration nieder.

Der tiefere Sinn des Fünften Himmels

Außer dass hier die Herrschaften leben, dient dieser Himmel hauptsächlich der Resozialisierung von gefallenen Engeln. Allerdings sind es nicht die durch und durch bösen Engel, die sich der Herrschaft des Luzifers angeschlossen haben, sondern die Engel, die irgendwann ihr Tun bereut haben und vom Jüngsten Gericht eine zweite Chance erhalten haben. Auch einige irdische Sünder dürfen in diesem Fünften Himmel beweisen, dass sie ihre irdischen Taten bereuen und ihre Bestrafung reumütig angenommen haben.

Alle Sünder und einsichtigen Engel müssen in diesem Himmel die Anordnungen der Seraphim und Cherubim ausführen. Die Gesetze der Ordnung und Natur werden hier peinlich genau eingehalten. Alles was auf der Erde und in den Meeren wächst und gedeiht wird auf Machon produziert. Oft ist es nur ein kleiner Samenkorn der seinen Weg aus dem Himmel zur Erde findet und dort eine neue Pflanzengattung erstehen lässt. Doch oftmals sind es auch größere Gesteinsbrocken, die für eine Umwandlung der Landschaft im Meer oder auf der Erde sorgen.

Die Arbeiter auf Machon müssen ihre Strafen auf unbestimmte Zeit abarbeiten. Nur einigen wenigen gelingt es, in der Gunst der höchsten Himmelsleitung wieder so hoch zu steigen, dass sie begnadigt werden und in den Dritten Himmel, den Garten Eden kommen. Der Vierte Himmel wird ihnen völlig verwehrt bleiben, denn ihre Seele wird nie mehr die Reinheit eines ungeborenen Kindes erlangen.

Die größte Anzahl der bestraften Sünder arbeitet in den Steinbrüchen und in den Minen. Dort ist die Arbeit sehr schwer und zehrt an den Kräften. Dementsprechend gealtert und ausgezehrt ist auch die Erscheinung dieser Engel und Sünder. In den Hütten im Norden, ist zwar die Arbeit körperlich leichter, doch deshalb nicht unbedingt einfacher. In den Hütten wird gelehrt und unterrichtet. Das Wissen und die Fähigkeiten für die Menschen und Fantasiewesen auf der Erde wird hier zusammengestellt und den Engeln vermittelt, die es an die Menschen weitergeben sollen.

Die Vermittler sind meist die Schutzengel, die diese Aufgabe übernehmen mussten, da der eigentliche dafür vorgesehene Zehnte Engelschor, die Wächter, ausgelöscht wurde. Die Wächter sehen den Menschen am ähnlichsten und hatten in uralter Zeit, die Aufgabe sich unter die Menschen zu mischen. Dort sollten sie ihnen Wissen vermitteln und Erfindungen und Wissenschaft beibringen. Doch auch im Himmel muss anscheinend mit dem Unvorhersehbaren gerechnet werden. Die Wächter, oder auch Grigori genannt, konnten einer bestimmten Versuchung auf der Erde nicht widerstehen und lösten damit ihre eigene Vernichtung und die große Sintflut aus.

Die Geschichte der Grigori Wächter

Die Mitglieder des Zehnten Chors waren einst die liebevollsten und verantwortungsbewusstesten Engel im ganzen Himmelsreich. Sie wurden auf die Erde geschickt, um den Menschen Wissen zu vermitteln, das wichtig für deren Entwicklung war. So zeigten sie ihnen wie man Ackerbau und Landwirtschaft betreibt und die reichhaltigen Bodenschätze sinnvoll nutzen kann.

Doch dann verliebten sich einige der Grigori in Menschenfrauen und zeugten mit ihnen Kinder. Dies waren die Nephilim, gigantische Riesen mit äußerst schlechtem Charakter. Außerdem waren die Nephilim unersättlich hungrig. Zunächst aßen sie den Menschen alle Vorräte weg und dann fingen sie an sich von den Menschen selber zu nähren, indem sie deren Blut tranken und dann ihre Leiber verspeisten. Sie vergriffen sich auch an den Tieren und die Situation auf der Erde spitzte sich immer mehr zu.

Der Schaden, den die Grigori angerichtet hatten, war nicht mehr rückgängig zu machen. So nutzen die Grigori ihr Wissen, um den Menschen Verteidigungsmöglichkeiten beizubringen. Sie lehrten sie Waffen aus Stein und Stahl herzustellen. Messer, Schwerter, Brustpanzer und Schilde wurden aus den Materialien der Erde gewonnen, die eigentlich ganz anderen Zwecken angedacht waren. Damit nicht genug, verrieten die Grigori auserwählten Menschenfrauen auch die Geheimnisse der Zauberkräfte und Beschwörungsformeln. Sie wiesen sie in die Kräfte der Wurzeln und Pflanzen ein und brachten ihnen die Möglichkeiten von heilenden und todbringenden Säften bei.

Auch wurde den Menschen gezeigt, wie sie aus den todbringenden Materialien Schmuck schmieden konnten, die heilbringende Kräfte der Steine steuern konnten und wie sich eine Menschenfrau mit den Gaben der Natur zu einem wunderschönen Geschöpf schminken könnte. Sie lehrten sie die Sternenschau, die Astrologie und die Kunst der Zukunftsschau.

Mit diesem Wissen kam aber auch der Neid und die Missgunst der Menschen. Sie bekämpften sich selber und vergossen viel Blut. Da platzte irgendwann der obersten Himmelsleitung der Kragen. Alle Engel wurden aufgefordert, Jagd auf die Grigori zu machen und sie im Fünften Himmel in den Strafkolonien einzusetzen. Die Nephilim und bösartig gewordenen Menschen sollten mit einem Schlag durch eine Sintflut ausgelöscht werden.

Von den geschätzten 600 Grigori kamen 400 bei der Sintflut um. Die Nepilim glaubte man restlos vernichtet und 200 Grigori konnten eingefangen werden und müssen nun im Fünften Himmel ihre Sünden mit sozialen Diensten und der Unterrichtung der Schutzengel abgelten.

Zum Sechsten Himmel - Makon - die Grigori Lehrmeister

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