4. Himmel Engel

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Vierter Himmel – Zebhul – das wahre Paradies

Zebhul, der Vierte Himmel (auch Machonon genannt), wird von Erzengel Michael regiert. Falls dieser gerade unterwegs ist, um mit Drachen oder Dämonen zu kämpfen, wird er von Fürst Zahaquiel vertreten. In diesem Himmel wird die Zeit auf der Erde reguliert. Dieser Himmel selber hat allerdings keine Zeitmessung.

Zebhul wird im hebräischen mit „Hoher Ort“ übersetzt und weist darauf hin, dass sich hier nur Seelen und Engel mit höchster Bewusstseinsstufe aufhalten.

Vor dem Krieg des Zorns, wohnten hier alle Engel und Seelen, die keine Sünden begangen hatten. Doch als die Rebellion der Engel begann und Dämonen versuchten das Himmelsreich zu übernehmen, wurde die ganze Struktur des Himmels überarbeitet. Jetzt wohnen hier hauptsächlich die Engel der 2. Triade, die Herrschaften, Mächte und Gewalten.

Landschaft des Vierten Himmels – Rundgang durch den zeitlosen Raum

Hat man den Treppenaufgang in den Vierten Himmel passiert, erreicht man ein goldenes Portal mit reichen Verzierungen unglaublicher Handwerkskunst. Nach dem Durchschreiten dieses Portals führt ein breiter Lichtpfad direkt in das Herz dieses Himmels.

Zunächst verläuft der Weg an dem saftigen Ufer eines Flusses entlang. Die Luft riecht berauschend frisch und lieblich. Nach einiger Zeit teilt sich der Fluss und jeder der beiden Flussarme fließt im Halbbogen in entgegengesetzter Richtung weiter. Der Weg schlängelt sich durch wundervolle Terrassengärten immer weiter nach oben. Eine Blumenpracht, soweit das Auge reicht, von unvergleichlicher Schönheit ziert jeden einzelnen Gartenbereich. Zarte Gräser wiegen sich im Wind und nach jeder Stufe wird der Blick auf eine andere exotische Pflanzenart gelenkt.

In diesem terrassenförmigen Aufbau sind tropisch bewaldete Hänge und Berge eingebunden. Atemberaubende Wasserfälle, die sich in silberfarbene Seen ergießen, laden zum Rasten und Träumen ein. Bäume, dicht behangen mit reifen Früchten, aromatisieren die Luft und bieten ihre Speisen an.

Am höchsten Punkt der Gärten und Wasserfälle angekommen, belohnt eine Aussicht auf einen leuchtenden breiten Wassergraben und den Blick zurück über die Pracht aller Terrassengärten. Der Wassergraben umschließt eine riesige Stadt, die von unbeschreiblichem Prunk ist. Goldene Villen und Schlösser schweben in der Luft und umzingeln unter ihrer Mitte die himmlische Tempelstadt.

Die Stadt hat einen würfelförmigen Grundriss und an jeder ihrer vier Stadtmauern sind je drei riesige Stadttore eingelassen. Wände und Tore sind übersät mit Edelsteinen und Juwelen. Zwölf Engel bewachen, stehend auf der Stadtmauer, die Tore – für jedes Tor, ein Engel. Das Material der Stadt ist aus einem glasartigen Gold und ebenso die zwölf gigantisch hohen Türme, die hinter den Stadtmauern herausragen, sind aus gleicher Beschaffenheit. Von den zwölf Türmen ergießt sich ein unbeschreibliches Licht der Erleuchtung über die Stadt. Da dieses Licht von den Erleuchteten selber genährt wird, existieren davon wohl unzählige Wesen.

Das Innere der Tempelstadt ist von verwirrend vielen Gängen und Abzweigungen durchzogen, die sich über mehrere Ebenen erstrecken. Auf all diesen vielen Ebenen sind komfortable Wohnungen und Zimmer verteilt. Abwechslung in das scheinbare Durcheinander von Fluren und Treppen, bringen kleine Springbrunnen, die aus dem Boden emporkriechen. Aus manchen Wänden ergießen sich kaskadenförmig kleine Wasserfälle. An diesen Plätzen befinden sich anmutige Ruheplätze mit eleganten Sitzgruppen oder Bänken, die mit wohlriechenden Pflanzen geschmückt sind.

Hinter jedem der zwölf Eingänge der Stadttore führt ein Gang in einen riesigen Raum mit zwölf Seitenwänden. In jeder der zwölf Seitenecken steht eine mit Gold überzogenen Säule, die aufgrund ihrer Platzierung der Stundenanzeige eines großen Ziffernblattes ähnelt. Genau im Mittelpunkt dieses Raumes steht ein zierlicher kunstvoll geschnitzter goldener Altar mit zwölf Kanten, die einen geschlossenen Kreis bilden. Wie ein schützender Ring umkreist dieser Altar einen uralten Baum.

Es ist der Baum Erkenntnis. Einst stand er im Dritten Himmel neben dem Baum des Lebens. Aber nachdem Adam und Eva (die angeblich ersten Menschen) sich nicht beherrschen konnten und trotz des Verbotes von den Früchten dieses Baums gegessen haben, wurde er in den Vierten Himmel umgepflanzt.

Das Verbot von diesen diesen Früchten zu essen hatte seinen guten Grund. Die Früchte schenken allmächtiges Wissen über Gut und Böse und alle Zusammenhänge des Universums. Doch würde ein böser Sünder oder auch ein Wesen mit einwandfreiem Leumund von diesen Früchten essen, so wüsste er mit einem Schlag alles und könnte seinen Weg der Erleuchtung und dem persönlichen Erkennen nicht weiter folgen. Das Ergebnis wären echte Schlaumeier, die alles besser wüssten, aber es nie in der Praxis ausprobiert hätten.

Die oberste Himmelsleitung konnte dies natürlich nicht dulden, denn es hätte alle Konzepte zur Verbesserung der Welt zerstört und das Böse nicht unbedingt aufgehalten.

Dieser Raum, mit dem Altar und dem Baum, wird hauptsächlich zum gemeinsamen Singen genutzt und als sanfte Musik schallt der himmlische Gesang über die ganze Stadt hinweg.

Vier Flussarme, deren Quelle das Meer ist, fließen von der Stadt hinaus in alle vier Himmelsrichtung. Der nördliche Fluss führt Milch mit sich, der östliche Honig. Beide Flüsse treffen zusammen und treten als ein verbundener Fluss in den Dritten Himmel ein. Diesem Flusslauf folgt man entgegen seines Stromes in die Stadt hinein. Ebenso verhält es sich mit dem westlichen und südlichen Fluss. Der westliche Fluss ist ein goldener Strom aus aromatischem Öl und der südliche Fluss transportiert köstlichen Wein. Miteinander verbunden erfreut auch dieser Fluss die Seelen des Dritten Himmels.

Der Vierte Himmel hat keine natürliche Grenze, da er sehr dicht an den dritten und fünften Himmel anschließt. Das Firmament, mit seinen tausenden von Sternen des Zweiten Himmels, zeigt die Begrenzung von Zabhul auf und dehnt sich bis an den fünften Himmel aus.

Aus diesem Grund präsentiert sich Zabhul von außen wie eine glitzernde schwarze Kugel mit tausenden von leuchtenden Punkten und lässt im Kontrast dazu die goldene Stadt wie Edelsteine erstrahlen.

Das Leben auf Zebhul

Im Vierten Himmel wird nur den reinsten Seelen Einlass gewährt. Sie haben nie einer anderen Seele etwas zu leide getan und keine Sünden begangen, die es zu bereuen oder zu büßen gibt. Alte Seelen, egal ob Mensch oder Fantasiewesen, die sich nach einem jahrhundertelangen Aufenthalt auf der Erde zur ewigen Ruhe begeben möchten, bekommen im Vierten Himmel die Möglichkeit ihre sterbliche Hülle freiwillig abzugeben und als feinstoffliche Wesen ein Teil des Universums zu werden.

Seelen, die sich in Eden, der südlichen Hälfte des Dritten Himmel befinden, können nach einem unvorhersehbaren Zeitraum selber entscheiden, ob sie in den Vierten Himmel aufsteigen wollen, und dort ihre Dienste zukünftig als Engel zur Verfügung stellen wollen. Auch die kindlichen Seelen aller Welten, denen das Schicksal zu früh die körperliche Hülle entrissen hat, kommen direkt in diesen Himmel und wie auch andere reine Seelen, müssen sie nicht vorher zum Jüngsten Gericht.

Im Vierten Himmel gibt es keine Sorgen mehr. Harmonie und ausgeglichene Zufriedenheit bestimmt dort die Atmosphäre. Die friedliche und freundliche Umgebung auf Zabhul ist für die meisten der Bewohner das wahre Paradies.

Zum Fünften Himmel - Makhon - das Arbeitslager

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