Nereiden

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Nereiden Steckbrief

Meeresnymphen die auf Delphinen reiten

Nereiden sind die Meeresnymphen aus der griechischen Mythologie. Sie behüten die See und verhindern – sofern sie können – das Sterben der Weltmeere. Seefahrer und Fischer stehen unter ihrem Schutz. Natürlich sind auch diese Fabelwesen wunderschön und passen sich farblich dem Meer an. Aber eine wütende Nereide kann zu einer furchtbaren Seehexe werden.


Kategorie: Naturgeister
Mythologie: Griechen
Existenz: halbgöttlich
Lebenserwartung: langlebig
Abstammung: Götter
Merkmal: gut, hilfsbereit
Element: Wasser
Elementbereich: Meer
Behausung: Grotte, Meerespalast, Unterwasserhöhle
Vorkommen: Weltweit

Eigenschaften der Nereiden

Aussehen der Nereiden

Nereiden sind wunderschöne Frauen, die aber im Vergleich zu Meerjungfrauen keine Fischschwänze haben. Langes goldfarbenes Haar fällt über ihre Schultern und reicht fast bis auf den Boden. Sie haben lange Beine und einen schlanken großen Körper, der sogar größer als der eines Menschen werden kann. Ihre tiefgründigen Blauen Augen können jedes männliche Wesen – egal ob Mensch oder Fabelwesen um den Verstand bringen.

Nereiden haben lange feingliedrige Arme und schlanke Finger. Ihre Haut ist blass grünlich. Im Wasser können sie sich wie die Fische bewegen und passen daher auch ihre Kleidung an ihr Element an. Obwohl sie am liebsten die ganze Zeit ganz nackt sind, haben sie doch für offizielle Anlässe atemberaubende Kleidungsstücke aus feinsten Schleiern und fließenden Naturmaterialien. Ihre Lieblingsfarben sind natürlich alle Blau- und Grüntöne.

Lebensart der Nereiden

Meeresnymphen sind, wie die meisten ihrer Artgenossen freundliche und hilfsbereite Wesen. Sie tummeln sich in den Meeren und Ozeanen der Welt, bevorzugen aber die warmen Gewässer. Von den Menschen halten sie sich fern, doch Schiffbrüchige und Menschen in Seenot kommen sie gerne zu Hilfe. Voraussetzung ist allerdings, dass diese nicht gerade vorher das Wasser verschmutzt oder gar ihren Unrat über Bord geworfen haben.

Typisch für die Nereiden ist auch ihre Eitelkeit. Sie können Stunden damit verbringen, sich auf eine Klippe zu setzen und ihr langes goldenes Haar zu kämmen. Gerne beobachten sie sich dabei in ihrem Spiegelbild im Wasser. Man sollte es bei einer Begegnung mit einer Nereide also unbedingt unterlassen, ihr von einer schöneren Frau etwas vorzuschwärmen.

Besonderheiten der Nereiden

Nereiden können nicht nur verschiedene Formen des Meeres annehmen, wie Wellen oder Schaumkronen. Wenn man sie besonders intensiv geärgert hat können sie sich in eine schreckliche Seehexe mit grünen Zähnen und wilden zerzausten Haaren verwandeln. Dann allerdings retten sie keine Schiffbrüchigen sondern sorgen dafür, dass es überhaupt erst zu einem Schiffbruch kommt.

Im schlimmsten Fall verwandelt sich eine solche Seehexe nicht mehr zurück in eine Nereide und macht für alle Zeiten die Meere unsicher. Einigen Nereiden ist es möglich in die Zukunft zu blicken.


Beschreibung Nereiden

Die Nereiden sind die fünfzig Töchter von Nereus - dem ältesten Sohn von Pontos und der griechischen Erdgöttin Gaia. In einer silbernen Höhle tief unten in der Ägäis hatte die umfangreiche Familie ihren Palast.

Laut der griechischen Mythologie war Thetis die Anführerin der Nereiden. Sie war die Schönste von ihnen und hatte die Gabe der Zukunftsschau. Thetis war mit dem Sterblichen Peleus verheiratet. Aus dieser Ehe ging der Held Achilles hervor - der im Trojanischen Krieg eine wichtige Rolle spielte.

Eine weitere berühmte Nereide war Amphitrite, die Gattin des griechischen Meeresgottes Poseidon. Sie soll die Mutter aller Meeresgeschöpfe sein. Zu ihren Kindern gehören die Delphine, die Seehunde und auch die Fabelwesen wie Hippokampe.

Die Nereiden haben ihr Zuhause tief unten am Meeresboden. Sie bewohnen dort Unterwasserhöhlen – natürlich fein ausgeschmückt und eingerichtet oder wunderschöne Grotten mit interessanten Steinformationen. Wenn zufällig in ihrem Aufsichtsgebiet eine Stadt versunken ist, dann residieren sie auch gerne dort oder lassen sich von spektakulären Unterwasser-Architekten ein Palast aus Muscheln und Korallen bauen. Auch seltene Kristalle werden gerne als Baumaterial verwendet. Die Straßen zum Palast – obwohl kaum einer unter Wasser zu Fuß geht – sind mit goldenen, silbernen Steinen oder Bernstein gepflastert.

Zu den besonderen Freunden der Nereiden gehören die Delphine und die kleineren Seepferdchen. Sie lassen sich an Feiertagen aber auch gerne mal in einer Muschelkutsche von einem Hippokamp ziehen. Allerdings nur, wenn diese frei haben und nicht gerade von einem Meeresgott beansprucht werden. Mit allen anderen gutmütigen Meeresbewohnern kommen die Nereiden auch gut zurecht und verbringen gerne ihre Zeit zum Spielen mit ihnen.

Mit großen Fischschwärmen gehen sie gerne auf Schatzsuche. Man könnte auch meinen, dass sie manches Schiffsunglück nicht verhindern wollen, weil sie neugierig auf die Schätze des Schiffes sind. Hat das Schiff erst mal den Meeresgrund erreicht, durchforsten sie das Innenleben des Wracks gerne nach glitzernden Gegenständen und Möbeln, die sie vielleicht in ihrer Behausung gut brauchen könnten.


Weitere Informationen zu den Nereiden


Kommentar von Cornelia |

Tolle Seite!

Gibt es nicht auch noch okeaniden?

Antwort von Fantasyforscherin

Hallo Cornelia,

ich sehe, Du beschäftigst Dich intesiv mit den Fantasy-Lebewesen der Gewässer ;-) Da hoffe ich mal, daß ich Dir auch gut weiterhelfen kann.

Du hast recht - es gibt auch die Okeaniden und die Okeaninen. Obwohl oft die Okeaniden als weibliche Nereiden und Nymphen bezeichnet werden, scheint es doch genau anders herum zu sein. Die Okeaninen sind die weiblichen Wassergeister und die Okeaniden die männlichen. Allerdings versinnbildlichen die Okeaniden nur die Flüsse.

Was beiden gemeinsam ist: Sie sind die Kinder des griechischen Titanen Okanos und seiner Schwester und Ehefrau Tethys. Beide haben als Meeresgötter gearbeitet und über 3000 Kinder zusammen bekommen. Diese Kinder werden Okeaniden und Okeaninen genannt. Doch genaue Einzelheiten und Beschreibungen gibt es von diesen Damen und Herren der Meere und Seen nicht. Viele Okeaniden und Okeaninen sind mit Namen verzeichnet - wie zum Beispiel Metis. Metis war eine der ersten Frauen von Zeus und die Mutter von Athene.

Ein berühmter Okeanide ist zum Beispiel Styx. Als Fluß fließt er durch die Unterwelt - den Hades.

Kommentar von VOLKER |

Hallo Ute! Klasse Bericht über die Nereiden. Die Bekannteste ist Thetis. Sie ist auch die Mutter von Achilles!!

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